Treiber 3: Die Korrelation zwischen den Anlagenrenditen
Der dritte Treiber der Portfolio-Performance ist die Korrelation zwischen den Renditen der Anlagen. Allgemein gesagt zeigt dir die Korrelation, wie sich zwei Renditen gemeinsam bewegen.
Die Korrelation von Anlagen hat wichtige Auswirkungen auf die Gesamtperformance des Portfolios. Sie ist relevant, weil sie durch Diversifikation die Volatilität senken kann – also durch Verringerung der Gesamtkorrelation. Tatsächlich gilt: Je niedriger die Korrelation, desto besser kann das Portfolio große Verluste in einer Anlage teilweise durch nur kleine Verluste oder sogar Gewinne in einer anderen ausgleichen.
Im Extremfall zweier identischer Renditen beträgt die Korrelation 1, und es gibt kein Diversifikationspotenzial. Im anderen Extremfall, wenn eine Rendite über dem Durchschnitt liegt und die andere fast immer darunter, ist die Korrelation negativ. Die Korrelation ist 0, wenn die Renditen linear unabhängig voneinander sind. Beachte, dass dennoch eine Abhängigkeit auf nichtlinearer Ebene bestehen kann, selbst wenn die Korrelation 0 ist.
Als Übung: Angenommen, du hast ein gleich gewichtetetes Portfolio aus zwei Anlagen. Ihre Korrelation springt von 0 auf 0,5. Was passiert mit der Varianz?
Damit du diese Frage beantworten kannst, haben wir die Funktion pf_var(x) erstellt. Sie berechnet die Portfoliovarianz für das gleich gewichtete Portfolio aus Aktien und Anleihen, wenn ihre Korrelation gleich x gesetzt wird. Spiele mit Korrelationswerten und beobachte, wie sich die Portfoliovarianz verändert, wenn die Korrelation von 0 auf 0,5 steigt.
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